5 Mythen über Retinol, die zu klären sind

Haben Sie vor, Retinol in die tägliche Beauty-Routine einzuführen, um Alterungsprozesse der Haut zu verlangsamen? Oder haben Sie schlechte Erfahrungen mit Vitamin A? Assoziieren Sie es lediglich mit einer trockenen, brennenden Haut? Machen Sie sich keine Sorgen. Retinol kann wirklich wohltuend auf die Haut wirken, es ist aber notwendig, es besser zu kennen.

1/ Ist eine höhere Retinol-Konzentration mit einer besseren Wirkung gleichbedeutend?

Eine höhere Konzentration bedeutet natürlich eine höhere Dosis Retinol in Ihrer täglichen Pflegeroutine. Ist das aber die beste Option? Das ist keine gute Idee für diejenigen, die ihr Abenteuer mit Retinol erst beginnen. In diesem Fall wäre Retinol mit einer niedrigen Konzentration besser. Außerdem ist es wichtig, dass eine hohe Dosis an Retinol in einem bestimmten Produkt keine Garantie gibt, dass es wirksam ist. Es gibt viele Formen von Vitamin A auf dem Markt und Sie müssen in der Lage sein, die beste Retinol-Form auszuwählen. Neben Vitamin A selbst sind auch andere Inhaltsstoffe des Kosmetikprodukts wichtig. Jeder Inhaltsstoff kann die Wirkung von Retinol intensivieren oder stören.

2/ Führt Retinol immer zu Reizungen und Hautproblemen?

Dass Retinol die Haut notorisch reizt und austrocknet, ist eigentlich ein Mythos und es muss nicht so sein! Menschen, die aufgrund der Anwendung von Vitamin A in der Gesichtspflege unter Hautunreinheiten und -irritationen leiden, wählen meist das falsche Kosmetikprodukt mit zu hoher Retinol-Konzentration, spenden ihrer Haut tagsüber nicht ausreichend Feuchtigkeit oder verwenden keine Sonnencreme. Wenn Sie also Retinol in der Hautpflege verwenden wollen, ohne Angst vor Reizungen oder trockener Haut zu haben, investieren Sie zusätzlich in sanft beruhigende Kosmetikprodukte.

3/ Sollen Sie mit kleinen Retinol-Konzentrationen anfangen?

Ja, es stimmt – die meisten Menschen, also die meisten Hauttypen, vertragen besser solche Kosmetikprodukte, die eine niedrige Dosis an Retinol in der Zusammensetzung haben. Retinol als Substanz ist ziemlich invasiv – es wirkt einfach auf die Epidermis und erneuert sie tatsächlich, wodurch eine neue, schönere Haut zum Vorschein kommt. Das geschieht natürlich nicht sofort und je kleiner die Dosis ist, desto sanfter erfolgt diese Umwandlung. Damit Ihre Haut schön und gesund aussieht, lohnt es sich, Retinol in den ersten 2 Wochen seltener, also alle 2–3 Tage, zu verwenden oder mit einer kleinen Dosis zu beginnen, damit sich die Haut an den neuen invasiven Wirkstoff gewöhnt. Im Laufe der Zeit kann die Dosis oder die Anwendungshäufigkeit natürlich vergrößert werden. Es wäre am besten, Retinol für die Nacht aufs Gesicht aufzutragen, weil sich die Haut in der Nacht intensiv regeneriert und der direkten UV-Strahlung nicht ausgesetzt ist.

4/ Wirkt Retinol nicht, wenn es keine sichtbaren Effekte gibt?

Leider ist das die größte Lüge zum Thema von Retinol, denn es ist tatsächlich der einzige wissenschaftlich dokumentierte Inhaltsstoff, der das Hautbild tatsächlich verbessert (gefolgt von Vitamin C). Retinol braucht nur mehr Zeit, um seine Fähigkeiten voll zu zeigen. Je länger Sie Retinol verwenden, desto besser sieht Ihr Teint aus. Dieser Inhaltsstoff ist für die Langzeitbehandlung geeignet. Wenn Sie also eine richtige Hautverjüngung erwarten, müssen Sie geduldig sein und Vitamin A eine Chance geben, Ihre Haut vollständig zu erneuern. Es ist auch wichtig, welche konkreten Effekte Sie erwarten. Bei fettiger Haut kann die Reduzierung des Talgübermaßes bereits im ersten Monat der Kur bemerkbar sein, aber auf die Reduzierung von Falten müssen Sie leider etwas länger warten, d. h mehrere Monate. Es ist zu betonen, dass eine solche Wartezeit völlig normal ist. Wenn Sie langfristige Effekte der Pflege bekommen wollen, sind Sie sich bestimmt dessen bewusst, dass ernste Veränderungen nicht in einem Moment auftreten.

5/ Ist Bakuchiol auch Retinol?

Bakuchiol ist ein relativ neuer kosmetischer Inhaltsstoff auf dem Markt. Es ist ein Pflanzenextrakt, den von Kosmetologen enthusiastisch mit Retinol verglichen wird. Bevor Sie aber feststellen, dass Bakuchiol pflanzliches Retinol ist, muss eines betont werden – Bakuchiol ist kein Retinol. Es garantiert leider keine so spektakuläre Wirkung wie Kosmetikprodukte mit Vitamin A. Bakuchiol ist einfach ein Inhaltsstoff, der Retinol in vielen Behandlungen unterstützt oder auch ersetzt. Es ist angemessen z. B. für schwangere Frauen, die kein Retinol verwenden sollten.

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