Wie wirken Peptide in den Kosmetikprodukten? Arten von Peptiden

Peptide sind bioaktive Aminosäuren. Sie geben ähnliche Effekte wie Botox, aber sind weniger invasiv. Trotzdem lösen sie immer noch viele Kontroverse aus. Wie wirken Peptide in den Kosmetikprodukten und wem werden sie empfohlen? Welche Arten von Peptiden gibt es und welche Peptide sind besonders beachtenswert? Sind Peptide schädlich?

Peptide – was ist das?

Peptide sind organische Verbindungen, die bei der Proteinbiosynthese entstehen. Sie werden heutzutage synthetisch produziert. Solche synthetischen Peptide werden zur Herstellung der Kosmetikprodukte verwendet. Früher waren vor allem pflanzliche Proteine (Weizen, Soja, Mais, Erbsen, Reis, Seide und Milchprotein) oder solche Proteine wie Kollagen, Elastin und Keratin in der Kosmetikindustrie sehr populär. Alle diese Substanzen haben jedoch, in Anbetracht ihrer physikalischen Eigenschaften, leider eine beschränkte Wirkung. Sie bilden zwar auf der Haut- und Haaroberfläche eine Schicht, die dem Wasserverlust vorbeugt, aber eine solche Schicht bewirkt, dass sie auf tiefe Hautschichten nicht wirken können. Und Peptide können sich sogar auf die tiefsten Hautschichten auswirken, denn sie haben einen anderen Aufbau.

Wie wirken Peptide in den Kosmetikprodukten?

Peptide können Inhaltsstoffe ersetzen, die unsere Haut braucht, oder die Produktion dieser Substanzen stimulieren. Die Wirkung von Peptiden hängt von den Aminosäuresequenzen in einer Kette ab. Peptide können also in den Kosmetikprodukten verschiedene Funktionen erfüllen. Peptide kommen am häufigsten in den Kosmetikprodukten für reife Haut, und auch in den Produkten zur Haar- und Nagelpflege vor. Sie sind besonders in Asien beliebt, denn z.B. Koreanerinnen wollen den Alterungsprozess um jeden Preis verlangsamen.

Peptide – wem werden sie empfohlen?

Die Wirkung von Peptiden ist nicht invasiv, und ihre Nebenwirkungen sind gering, deshalb werden sie allen empfohlen. Da Peptide die Kollagenproduktion stimulieren, sollten besonders diese Personen nach den Produkten mit Peptiden greifen, die die ersten Anzeichen der Hautalterung, wie Falten und Elastizitätsverlust, bemerkt haben. Peptide stärken auch geschwächte, trockene Haare und brüchige Nägel.

Arten von Peptiden

Es gibt Signalpeptide, Oligopeptide und Neuropeptide.

  • Signalpeptide stimulieren Fibroblasten und beschleunigen dadurch die Produktion von Kollagen und Elastin – sie glätten die Falten und beschleunigen die Wundheilung. Die Haut sieht dank den Signalpeptiden merklich besser aus.
  • Oligopeptide können in die tiefsten Hautschichten eindringen und liefern dadurch der Haut notwendige, aktive Inhaltsstoffe. Sie werden in der Regel als ein zusätzlicher Inhaltsstoff verwendet, der die Wirkung des Produkts verstärkt.
  • Neuropeptide lockern die Muskeln, die für die Entstehung von Mimikfalten verantwortlich sind, deshalb werden sie in der Kosmetikindustrie am häufigsten verwendet. Dank einer solchen Wirkung können sie geringe Falten unter den Augen und Nase-Mund-Falten glätten.

Welche Peptide sind besonders beachtenswert?

Um die Schutzbarriere der Haut zu stärken, sollten Sie nach den Kosmetikprodukten mit Polypeptiden greifen. Sie werden besonders in der Winterzeit und für empfindliche Haut mit ersten Anzeichen der Alterung empfohlen. Und Lipopeptide verantworten für die Kollagen- und Elastinproduktion, deshalb werden sie Personen nach dem 50. Lebensjahr empfohlen, deren Haut an Spannkraft und Elastizität verliert (Lipopeptide befinden sich in den Cremes für reife Haut).

Wenn Sie jedoch nach einem Kosmetikprodukt zur Haar- oder Nagelpflege mit Peptiden suchen, ist ihre Art dann unwichtig.

Sind Peptide schädlich?

Die Untersuchungen haben nicht bewiesen, dass Peptide auf unsere Gesundheit einen negativen Einfluss haben. Diese Substanzen haben jedoch auch ihre Nachteile, denn:

  • ihre Herstellung ist nicht ökonomisch, deshalb sind die Produkte mit Peptiden ziemlich teuer,
  • Peptide können das Immunsystem des Körpers negativ beeinflussen,
  • Peptide sind oxidationsanfällig, deshalb enthalten die Kosmetikprodukte mit Peptiden mehr Konservierungsstoffe,
  • Peptide sind gegen Bakterien nicht resistent, deshalb werden die Produkte mit Peptiden in der Regel um Parabene bereichert, die nicht immer gut sind.

Peptide und Botox

Viele Personen vergleichen synthetische Neuropeptide mit Botox. Synthetische Neuropeptide sind jedoch nicht toxisch. Neuropeptide können die Muskelspannung hemmen und lockern die Muskeln, die für die Entstehung von Mimikfalten verantworten (auf ähnliche Weise wirkt Botox). Und wie wirken Neuropeptide? Sie hemmen vor allem die Übertragung von Nervenimpulsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.